Tipp: Aus Sammelunterkunft ausziehen – Was ist zu tun. – #Umzug #Flüchtlinge #Refugees


Umzug in eine andere Stadt

(Aus Sammelunterkunft ausziehen – Was muss ein Flüchtling tun bzw. beachten)

 

Nun wurde ich schon mehrmals angeschrieben und gefragt was ein Flüchtling tun muss, wenn er aus einer Sammelunterkunft ausziehen bzw. an einen anderen Ort umziehen möchte. Deshalb hier (m)eine kleine Hilfestellung:

 

1) Wichtig ist zunächst, ob er schon „anerkannter“ Flüchtling mit „Aufenthaltsstatus“ ist (blauer Deutscher Pass und Karte mit „Aufenthaltsstatus“)

2) Bei Umzug (auch in eine andere Stadt) braucht der Flüchtling einen Mietvertrag (der muss vom Vermieter ausgefüllt werden und vom Vermieter unterschrieben werden. Den Mietvertrag darf der Flüchtling noch nicht unterschreiben!) – Mit diesem Mietvertrag muss er ins Jobcenter am Wohnort gehen und den Umzug bewilligen lassen. Eine schriftliche Bestätigung vom Jobcenter am aktuellen Wohnort ist erforderlich. Ebenso benötigt er schriftlich einen Aufhebungsbescheid vom Jobcenter (vom aktuellen Wohnort). Im Aufhebungsbescheid steht wie lange er vom Jobcenter (am aktuellen Wohnort) noch Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bekommt bzw. ab welchem Zeitpunkt es aufgehoben ist.

3) Nächster Schritt: Ummelden bzw. anmelden bei der Meldestelle  und Bankkonto eröffnen am künftigen Wohnort. Altes Bankkonto auflösen und von der Bank schriftlich bestätigen lassen, dass das Bankkonto erloschen ist.

4) Nächster Schritt: Mit dem Mietvertrag (er darf immer noch nicht vom Flüchtling unterschrieben sein!), der Bewilligung und dem Aufhebungsbescheid vom Jobcenter (vom aktuellen Wohnort), Bankbestätigung, neue Bankverbindung und Ummeldebestätigung der Meldebehörde (vom neuen Wohnort), Pass (blauer deutscher Pass) und Karte „Aufenthaltsstatus“ zum Jobcenter am künftigen Wohnort gehen und einen neuen Antrag auf ALG II stellen.

5) ALG II-Antrag muss völlig neu gestellt werden. Sind ca. 25 Seiten… (ein Wahnsinn!)

6) Evtl. auch gleich beim Jobcenter am neuen Wohnort einen Antrag auf Erstausstattung stellen. (Antrag kann formlos sein. Angeben, welche „Erstausstattung“ benötigt wird, z.B. Bett, Zudecke, Bettwäsche usw.)

7) Falls es sich um einen Flüchtling unter 25 Jahren handelt ist es sehr hilfreich einen Jugendmigrationsdienst am neuen Wohnort aufzusuchen. Die sind echt super und können viel helfen (auch z.B. mit Integrationskurs oder Deutsch-Kurs)

 

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