#Roeszke #Roszke „Du Hurensohn“ “Get up you son of a whore” “Kellj mar fel a kurva anyadat” #Hungary


Videos aus Roeszke (bzw. Roszke), zu der Situation der Flüchtlinge an der serbisch-ungarischen Grenze, die von dem Journalisten Nyilas Gergely auf „index.hu“ eingestellt wurden, erschütterten.

Videos from Röszke (or Roszke), on the situation of refugees at the Serbian-Hungarian border, who were hired by the journalist Nyilas Gergely on ‚index.hu‘, shocked.

Tibor Zachar (Born in Slovakia, near at Hungarian border. Hence his Hungarian mother tongue) was so friendly and gave us the article of ‚index.hu‘ in German translation (loosely translated) – Thank you Tibor Zachar!

Tibor Zachar (geboren in der Slowakei, an der ungarischen Grenze geboren. Daher seine ungarische Muttersprache) war so freundlich und hat für uns den Artikel von „index.hu.“ sinngemäß übersetzt. Danke dafür!

Hier nun seine deutsche Zusammenfassung:

Here is his German Summary:

Ein ungarischer Journalist „zieht sich einen Rucksack an“, mischt sich in der Nähe der serbischen Grenze unter die Flüchtlinge und begibt sich auf eine Reise als Georgij Kulakow aus Kirgisistan, die viele Überraschungen für ihn bereithält.
Hier eine kurze Zusammenfassung des Berichtes auf der Seite von index.hu. > http://index.hu/belfold/2015/08/17/menekult_tabor_bentrol/
Ich habe mich auf der Straße Richtung Ásotthalma verhaften lassen

So lautet die Überschrift des Artikels von Journalisten Nyilas Gergely.
In diesem Artikel erzählt der ungarische Journalist, wie er sich mit seiner angenommenen, fiktiven Identität als Georgij Kulakow mit einer Schar von Flüchtlingen nahe der serbischen Grenze hat verhaften lassen und den ganzen Weg durch die verschiedenen Stationen mit den Flüchtlingen bestritten hat.

Er hat nur 12 Minuten gebraucht um von Polizisten aufgesammelt zu werden, und den Weg dann mit den, über die halbe Welt anderen Geflüchteten gehen zu dürfen.
Körperliche Misshandlungen hätte es nicht gegeben und „Trotz der schlechten Versorgung und der an ein Knast erinnernde kurze Einsperrung war nicht die Angst das ausschlaggebende Gefühl. Die Arbeit der überforderten Polizisten wäre bestimmt viel einfacher, wenn es an karitativen Organisationen und Dolmetschern nicht mangeln würde.

Seine neue Identität als Georgij Kulakow verdankt Nyilas Gergely einer wunderbaren Idee. „Es reichen ein Rucksack, eine Baseballkappe und der Flüchtling ist fertig.“

Da er kein Arabisch spricht, entscheidet er sich für eine Identität als ein Flüchtling aus Kirgisistan. Die meisten Leute wissen es eh nicht, wo es liegen mag, zumindest die Polizisten nicht, die ihn herumschubsen.

Seine Vermutung bestätigt sich auch während seiner Erzählung, in dem sich ein Flüchtling aus Kurdistan beschwert, weil er als Kirgisicher Flüchtling registriert wurde. In Kirgisistan leben viele Russen, dies erklärt die Tatsache, dass er nur Russisch spricht. Somit ist er also ein Russe, der aus Kirgisistan nach Russland geflüchtet ist, wo er sich aber nicht wohl fühlte, weil er als Russe dort nicht anerkannt wurde, nicht auffälig. Nach der schlechten Erfahrung in Russland flüchtete er weiter Richtung Europa.

Die Flüchtlinge auf seinem Weg kommen aus den verschiedensten Ländern, wie Syrien, Pakistan, Bangladesch aber auch viele aus Afrika, wie Ghana, Senegal und Sudan.

Die Geschichte von Georgij Kulakow hätte nach seiner Erzählung niemanden interessiert. Der einzige Dialog fast bis zum Schluss wäre: „Nationality? … Kirgisistan!“ gewesen.

Nachdem er mit den anderen Flüchtlingen von Polizisten in Gummihandschuhen eingesammelt wurde, hatte er das erste mal das Gefühl, er wisse nicht, was mit ihm jetzt passieren wird.

„So! Die Presse ist hier, a kurva anyját“ brummte im Bus ein maskierter Polizist an der nächsten Sammelstelle. (Anmerkung von Tibor Zachar: So! Hier bewegen wir uns auf einem dünnen Eis. Die Beschimpfung „Kurva anyád“ gibt es in der deutschen Sprache nicht. Sinngemäß kann man es als „Du Hurensohn“ übersetzen. In dieser Beschimpfung wird die Mutter des Angesprochenen als Hure beschimpft.)
Das polnische Fernsehteam stellte sich aber wohl nach der Bitte der Polizisten beiseite.

Die Stimmung beschreibt der Verfasser, wie auf einer Klassenfahrt, selbst als sie nach 20 Minuten in dem Lager in Ásotthalma, wo 2 Toi-Toi Toiletten stehen, ankommen.

Die Polizisten hätten Essen verteilt, Kinder rannten herum. Als ein Flüchtling das Essen wegschmeißt, reagiert ein Polizist so: „Hé, Ghana man! Hungary, no Hilton hotel! Hungary food, water, love, te meg eldobod a kaját?” (und du schmeisst das Essen weg?)

„Die Polizisten sprechen mit den Menschen überwiegend ungarisch. Die Schlüsselwörter werden auf englisch kommuniziert. Das funkioniert mal mehr, mal weniger. Nicht dass die Polizisten eine Wahl gehabt hätten, es gab manche, die unsicher waren ob, „sit down“ hinsetzen heißt. Außer der Sprachbildung, die nicht nur wegen den Flüchtlingen wichtig wäre, würde ein Geografie-Schnellkurs auch nicht schaden.“ schreibt Nyilas weiter.

Weiter erzählt Gergely Nyilas von einem aus Senegal kommenden durchtrainierten Flüchtling, der fast 2 Meter groß ist. Er wurde nach seiner Erzählung von den ungarischen Polizisten bewundert, einer bat ihn sogar seinen Sixpack zu zeigen.

Einer fragte ihn: „Penis big?“. Als dieser unverständlich schaute, bekam er die Frage noch einmal auf ungarisch gestellt: „Ist dein Schwanz auch groß, Long Kock?“ Der arme Senegalese hat darauf nur seine Geschichte erzählt und fragte, ob es sich lohnt in Ungarn zu bleiben. Die Antwort des Polizisten war für unseren Journalisten überraschend:

„Hungary, no money. Orbán Viktor.“ „Der Senegalese verstand wahrscheinlich nicht was Orban Viktor bedeutet. Hauptsache, es lohnt sich nicht hier zu bleiben.“
Nach der Registrierung bekam jeder ein Armband mit einer Nummer. Gergely Nyilas war die Nummer 99362, aus Kirgisistan. Er bekam Platz in einem Zelt für 9 Personen, das voll mit Lappen, Matratzen und ein paar Feldbetten zugeschmissen war. Er hat sich für eine Palette entschieden und fand auch einen Schlafsack.

Der Erzähler vermisst das Christentum am Ort. Wo bleiben die Christen? Bis auf ein Rotes Kreuz auf einem Zelt sieht er dort keine einzige karitative Organisation.
„Es scheint so, dass dort ein minimaler Komfort gar nicht das Ziel ist, sonst würde sich dies herumsprechen und es kämen noch mehr Flüchtlinge“. Gehungert hat er dort nicht. Zu essen und zu trinken bekamen sie genügend.

In der Nacht wurden einige Zelte abtransportiert, die Flüchtlinge wurden je nach Religion sortiert und eingeteilt. Morgens um halb sieben wurde er geweckt mit einem weiteren „Wake up, transport“, oder wie im Film zu sehen ist: „Steh mal auf, du Hurensohn“. Das war wohl die brutalste Szene, wie er in seinem Bericht beschreibt.

Der ältere Mann aus Kurdistan meldete sich erneut, dass er nicht aus Kirgisistan komme, aber die Polizisten meinten nur: „Was zum Teufel will er? Ich scheisse drauf wo er her kommt.“

Um acht Uhr ist er mit seiner Gruppe Richtung Györ losgefahren.
Die Flüchtlinge erzählen ihre Geschichten nicht sehr gerne. Ein Afrikaner erzählt, er wäre zuerst in der Türkei gewesen. Er wäre enttäuscht. Er dachte, die Türkei wäre europäisch. Alle hätten ihn gefragt, ob er Muslim sei. „Wieso, kann ich als Christ kein guter Mensch sein?“

Als sie in Vámosszabadi ankommen, schauen viele verwundert an den Stacheldraht und ein Gebäude am Ende des Grundstücks, das eingezäunt ist und dahinter mehrere Dutzend Menschen eingesperrt sind. Die Identität dieser Menschen konnte er nicht herausfinden.

Nach einer kleinen Wartezeit wurde die Identität der neuen Flüchtlinge geprüft. Es gab einen Dolmetscher, der mehrere Sprachen sprach. Nach den Formalitäten wurden die Flüchtlinge in ein sauberes desinfiziertes Gebäude weiter gewunken.
„Dann kam ich hinter Gitter“, geht die Geschichte weiter. Auf 20 qm 8 Mann. Matratzen, Decken. Die Familien kamen in separate Zellen. Wer zur Toilette wollte, durfte raus, musste aber in die abgeschlossenen Räume zurück. Irgendwann erfuhren sie, dass sie höchstens für 24-48 Stunden eingesperrt werden.

Die Polizisten waren nach der Erzählung sehr müde, aber relativ freundlich, verteilten Essen in Tüten, allerdings ohne Besteck. Man durfte auch keine Schnürsenkel und Gürtel tragen, wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen.
Nach einer schlaflosen Nacht und einigen Formalitäten durften die Flüchtlinge mit dem Zug nach Bicske reisen, wo sie sich dann frei bewegen durften. An diesem Punkt endet die Geschichte von Kulakow. Gegen Mitternacht verlässt er das Tor.

Nyilas Gergely endet seine Erzählung mit der Durchsage der Bahn, die sich für die Unannehmlichkeiten, weil sich am Ende des Zuges ein geschlossener Wagon befindet, entschuldigt. „Nicht bei den Flüchtlingen, sondern bei uns.“ Wundert sich am Ende der Erzähler.

Vielen Dank an Tibor Zachar für die Zusammenfassung.

Videos:

http://index.hu/belfold/2015/08/17/menekult_tabor_bentrol/
http://index.indavideo.hu/video/Asotthalom_-_Roszke
http://index.indavideo.hu/video/Roszke_2

 

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https://twitter.com/Muschelschloss/status/639760225495592964

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https://twitter.com/Tibor72/status/639781021240717312

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https://twitter.com/Tibor72/status/639757936387035136

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https://twitter.com/Muschelschloss/status/639758103915970560

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https://twitter.com/Muschelschloss/status/639761539650715648

 

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https://twitter.com/Muschelschloss/status/639776369820438529

https://twitter.com/Muschelschloss/status/639766081796747264

 

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@LotteLeicht1

 

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https://twitter.com/LotteLeicht1/status/639782178663088130

 

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https://twitter.com/LotteLeicht1/status/639782178663088130

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https://twitter.com/Muschelschloss/status/639758804255698944

https://twitter.com/Muschelschloss/status/639757748566138880

 

 

Menschenrecht und Menschenwürde scheinen in Ungarn ein Fremdwort zu sein.

Und das mitten in Europa, in der Europäischen Union, im Jahre 2015.

Europa darf sich schämen!

https://twitter.com/Muschelschloss/status/641497534247096320

https://twitter.com/Muschelschloss/status/641498272629194752

https://twitter.com/Muschelschloss/status/641498417953419265

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